Ein tolles Fest!

Es war ein tolles, rauschendes und zugleich auch berührendes Fest in Ma. Lankowitz, dieser Eid al fitr am 18. Juli 2015. Und das alles ganz ohne Alkohol. Unsere Freunde aus aller Welt hatten eine gute Zeit und tanzten, dass es nur so eine Freude war es anzusehen. Die Stimmung war gut und ausgelassen und man merkte, welche Last abgefallen ist, weil sie einmal einen Abend aus ihrem Alltagstrott aus Sorgen und Kummer und dem eintönigen Warten bei Nichtstun herauskamen.

Nachdenklich stimmt die Aussage eines 22-jährigen Syrers: „Seit vier Jahren konnte ich diesen Tanz nicht mehr tanzen. In Syrien ist das nicht mehr möglich. Danke Österreich, dass ich ihn hier tanzen kann.“ Es handelte sich dabei um einen speziellen Tanz, den man nur ausführen kann, wenn Freunde im Kreis sind. Bei aller Freude: Beklemmend.

Eine große Freude war für uns, dass erstmals auch Schutzsuchende aus Köppling dabei sein konnten. Insgesamt waren ca. 150–200 Personen in der aus allen Nähten platzenden villahafner in Ma. Lankowitz. Wir hatten Glück, dass das Wetter mitspielte, denn so konnte der Garten mitbenutzt werden.

Schade war nur, dass relativ wenige „Eingeborene“ dabei waren um diese Chance des Kennenlernens zu nutzen.  Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend, neue Chancen werden sich auftun.

Die Meinungen der anwesenden Österreicher war einhellig: Man hat sich schon lange nicht mehr so wohl in einer Menschenmasse gefühlt.

Ein ganz großer Dank gilt der Organisatorin, die das mit viel Einsatz und Liebe vorbereitet hat: Brigitte Brunner hat viele Stunden und Geld investiert, um diesen „Event“ zu ermöglichen. Nicht unerwähnt darf dabei die tatkräftige Hilfe der Lankowitzer Asylwerber gelassen werden, sei es bei den Vorbereitungen, der Zubereitung der Speisen und beim Servieren und Ausschenken. Ein rundum toller und inspirierender Abend!

 

Eid al fitr? Was ist das?

Dieses Fest ist eines der wichtigsten in der muslimischen Welt: Es ist das Fest des Fastenbrechens und markiert den Beginn des neuen Monats nach dem Monat Ramadan.
Eid al fitr ist eigentlich eine Reihe von Festtagen, die auf die Fastenzeit des Ramadan folgt und zwei bis vier Tage dauert. Während dieser Zeit besucht man Freunde und Familie und isst vor allem Süßigkeiten (daher heißt das Fest im Türkischen auch Zuckerfest).

So gesehen ist das Fest – vom Brauchtum her, natürlich nicht von der theologischen Bedeutung – mit unseren Weihnachten vergleichbar; auch was die Bedeutung des Festes in der muslimischen Welt betrifft. Vergleichbar deswegen, weil auch unsere Adventzeit eigentlich eine Fastenzeit ist und die Süßigkeiten wie Weihnachtskekse, die man eigentlich erst zu Weihnachten essen sollte, ähneln dem Brauch des Verzehrs von Süßigkeiten am Eid al fitr.

Die Festtage des Eid al fitr werden üblicherweise genutzt, um Besuche abzustatten. Dabei werden meist süße Gerichte gereicht und eine Menge Süßigkeiten mitgebracht, verteilt und zusammen gegessen. Man macht sich gegenseitig und oftmals auch den Bedürftigen Geschenke. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt des Islam und wird als sehr ehrenwerte Tat bezeichnet. Auch dies ein ähnlicher Aspekt zu unseren Weihnachten.

Zusammen mit unserer Initiative luden die Flüchtlinge zu diesem für sie wichtigen Fest ein. Das Fest fand am 18. Juli 2015 in der villahafner in Maria Lankowitz statt.

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