Bisher unterzeichneten folgende Personen den Offenen Brief und setzten damit ein Zeichen für Toleranz: 

Brigitte Amschl; Erich Amschl; Alexandra Berger; Mag. Dietmar Böhmer, Evangelische Pfarrgemeinde Voitsberg; Ingrid Bratko; Brigitte Brunner; Thomas Burke, BSc; Doris Edler; Pfarrer Mag. Robert Eberhardt, Evangelische Pfarrgemeinde Voitsberg; Willibald Fleischhacker; Mag. Walter Friedrich, Bezirkssprecher Grüne Voitsberg; Rosemarie Goebel; Hans-Rudi Goll; Lisa Gräber; DI Carina Grillitsch; Karl Grillitsch; Franz Groß; Brigitte Grunder, Vinzimarkt Voitsberg; Hannes Grundner; Mag. Katharina Gypser; Lieselotte Gypser; Luise Gypser, BA; Ida Hafner; Stephan Hafner; Gottfried Hermann; Karin Huber; Andrea Kaufmann; Andrea Kmetisch; Dr. Ulrike Körbitz; Dr. Walter Krahulec; Maria Krammer; Roswitha Kriegl; Roland Maderbacher; Mag. Doris Malli; Lisa Münzer; Barbara Pabst; Stefan Pabst; Elisabeth Pagger; Astrid Perz; Manfred Pfennich; Reingard Pfennich; Helga Pototschan; Roswitha Polanig; Renate Prehal; Nadine Prettenthaler; Martin Rapp; Edith Reinisch; Elfriede Rumpf, Obfrau Kneipp Aktiv-Club Bezirk Voitsberg; Dr. Florian Sacherer; Mag. Margarete Schein; Johannes Schmid, VBgm. Gemeinde Rosental a.d.K.; Sandra Schmid-Kolb; Johannes Spari; Katharina Sülo; Helga Unger; Maximilian Unger; Christan Veit, GR a.D., SPÖ Köflach; Ingrid Wegscheider; Johann Wegscheider; Sandra Werner; Ingo Wundrak; Dr. Rixta Wundrak; Mischa Zöberer;

Offener Brief an die Bürger des Bezirks Voitsberg

Menschen als Chance und nicht als Bedrohung begreifen

 

Wir veröffentlicht hiermit einen Offenen Brief, gerichtet an die Bürger im Bezirk Voitsberg, in der wir zur Besonnenheit im Umgang mit dem Asylthema aufrufen. Wir wollen damit u.a. auf die verfassungsrechtliche Verpflichtung zur Asylgewährung hinweisen und unterstreichen, dass dies u.a. deshalb so ist, weil  Österreich, in einer durch den 2. Weltkrieg verursachten Notsituation, ebenfalls geholfen wurde.

Mit dem Offenen Brief sollen die Bewohner unseres Bezirks ermutigt werden, ihre Angst abzubauen und die bei uns schutzsuchenden Menschen nicht in erster Linie als Bedrohung, sondern als Chance zu sehen. Denn die Beschäftigung mit etwas Neuem bereichert jeden und nur dies kann einen weiterbringen. Es ist doch wie beim Wandern: Gehe ich immer den gleichen Weg werde ich nie an ein anderes Ziel kommen. Nicht zuletzt ist die Hilfe bedrohter und verfolgter Menschen eine christliche Tugend. Man denke nur an den guten Samariter, der sogar sein Leben für einen verletzten Fremden riskierte. Dies unterstreicht die christliche Verantwortung zur tätigen Hilfe; eine Basis unserer Kultur, die gerade diejenigen hochalten wollen, die so vehement und teils auch untergriffig bzw. strafrechtlich relevant gegen das „Asylsystem“ sind.

Die zu uns geflüchteten Menschen hatten in ihrer Heimat in den meisten Fällen ein erfolgreiches Leben als Ärzte, Juristen, Ingenieure, Techniker oder auch als ganz normale Arbeiter und Angestellte. Sie haben sich ein Leben mit Haus, Auto, Hobbys und bescheidenem Wohlstand aufgebaut. Wie es auch bei uns häufig der Fall ist. Aber sie mussten das alles verlassen, nicht um unseren Sozialstaat auszunutzen; sie kommen schlicht und ergreifend zu uns, weil sie um ihr Leben fürchten. Natürlich mag es auch andere unter ihnen geben, aber wie drückte es ein Asylwerber aus dem Irak am 18.7.2015 beim Fastenbrechen in Maria Lankowitz aus: „Wenn es einen schlechten Menschen unter uns gibt, dann verurteilt bitte nicht alle anderen auch. Schwarze Schafe gibt es leider immer und überall“.

 

Mit dem Offenen Brief soll dazu ermuntert werden auf die Asylwerber zuzugehen, sich mit ihnen zu befassen, mit ihnen zu sprechen. Wie sonst sollten sie sich integrieren? Eine Integration bzw. Inklusion in unsere Gesellschaft ist doch nur möglich, wenn die Einen auf die Anderen zugehen. Daher bieten wir mit unserer Initiative verschiedenste Möglichkeiten an, um mit Asylwerbern in Kontakt zu kommen. Sehen Sie einfach unter Veranstaltungen nach und nutzen Sie die Gelegenheit.

Und einmal ganz ehrlich: Könnte unserer Region etwas Besseres passieren als junge, gut ausgebildete Menschen zu haben, die wieder etwas schaffen und erreichen wollen?

Sollten auch Sie ein Zeichen der Solidarität setzen wollen und den Offenen Brief unterzeichnen wollen, so drucken Sie ihn aus, unterzeichnen Sie ihn und senden Sie ihn per Mail an info@MenschenRechteReligion.eu zurück. Danke.

 

 

 

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